Wer die Recruiting-Portale der Großkanzleien scannt, sieht eine Welt der perfekten Vielfalt. Dieser Beitrag möchte mit diesem Mythos aufräumen. Die Realität sieht oft anders aus: Der typische Kanzleipartner in Deutschland ist weiß, männlich, westdeutsch, heißt Christian, ist promoviert und stets verfügbar. Die Realität ist eine Geschichte von systemisch-subtiler Diskriminierung und massiver Potenzialverschwendung. Angesichts des dramatischen Anwaltsschwunds – das Soldan Institut berichtet von 15.000 weggefallenen Kanzlei-Anwält:innen seit 2017 – ist dieses exklusive Gehabe kein Privileg mehr, sondern ökonomische Selbstzerstörung.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2510-5116.2026.07.07 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2510-5116 |
| Ausgabe / Jahr: | 7 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-06-17 |
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